Vor 75 Jahren, am 27.Januar 1945, wurden die letzten Überlebenden im KZ Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seit 2006 ist der 27.Januar ein von den Vereinten Nationen beschlossener Gedenktag an die Opfer des Holocaust. Bereits seit 1996 wird jährlich am 27.Januar in Deutschland an die 5,6 Millionen Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

„Die Erinnerung an diese in den Vernichtungslagern umgebrachten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Sinti und Roma, Behinderte und Menschen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, davon viele auch aus unserer Nachbarschaft, erfüllt uns mit Scham und Trauer. Bestürzt sind wir darüber, dass Holocaust-Leugner und rechtsextremistische Kräfte in Deutschland heute wieder eine Plattform finden“ sagte der Kreisvorsitzende der Senioren Union Hermann Freivogel.

Die Senioren Union Rems-Murr weise darauf hin, dass der Kampf gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit, Hass und Ausgrenzung eine Aufgabe aller Bürger sei. Jung und Alt seien gleichermaßen gefordert. Alle Generationen hätten die Pflicht, die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse und das Bewusstsein unserer Verantwortung wach zu halten. Informationsmaterial, Dokumentationen und Filme stünden in großer Zahl und für alle Altersgruppen zur Verfügung. Zeitzeugen, die aus eigener Erfahrung von den Gräueltaten der Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern berichten könnten, würden allerdings immer seltener. Umso größer sei die Verantwortung der heute älteren Generation, noch vorhandenes Wissen und persönlich Gehörtes weiterzugeben.

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